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INTERVIEW ZUM FILM
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    Frage: Ihr mit dem Grimme-Preis ausgezeichneter Debütfilm "Das Phantom" hatte gute Einschaltquoten. Nun wechseln Sie mit Mädchen Mädchen das Genre und drehen eine Komödie über die sexuellen Probleme junger Mädchen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Dennis Gansel: Bei Mädchen Mädchen war die Vorgabe, einen witzigen Film zu machen. Das hat mein Interesse geweckt. Für mich war das eine völlig neue Herausforderung. Ich wusste, dass ich mit Thrillerelementen ganz gut zurechtkomme und mich politische Inhalte stark interessieren. Aber ich wollte
  wissen, ob ich auch eine leichte Geschichte erzählen kann. Ich wollte herausfinden, ob ich es schaffe, ein ganzes Kino zum Lachen zu bringen. Ich halte Komödie für das schwierigste Genre, auch wenn es am Ende nicht so aussieht. Bei einer Komödie ist der Erfolg ziemlich gut nachprüfbar. Denn sobald man merkt, dass das Publikum keine Verbindung zu den Charakteren aufbaut und niemand lacht, ist klar: Man hat einen Fehler gemacht. Deshalb empfinde ich das Inszenieren von Komödien als gnadenlos hart. Man musss unglaublich exakt arbeiten. Das richtige Timing ist sehr bedeutsam. Wenn die einzelnen Abläufe nicht fein aufeinander abgestimmt werden,